Durchsage der Quelle von Benedikte Baumann zu den beiden Polen des Entwicklungsziels Beschleunigen im Rahmen des aktuellen Projektes der Seelenforscher, bei denen das Zusammenwirken der beiden Matrixelemente Entwicklungsziel und Modus im Fokus steht.
4. April 2025
Frage: Bitte erklärt uns den Pluspol Einsicht und den Minuspol Verwirrtheit des Entwicklungsziels Beschleunigen.
Q: Ein Mensch, der das Entwicklungsziel Beschleunigen lebt, erfährt in sich, dass er Zustände erlebt, auf die er kaum Einfluss hat, selbst wenn er sich noch so sehr bemüht. Das Entwicklungsziel Beschleunigen bringt die Erfahrung mit sich, dass ein Mensch zunächst versucht, über Handlung und Aktion eine Veränderung herbeizuführen vom eigenen inneren Erleben. Das Entwicklungsziel Beschleunigen erfordert die Hingabe an das Nichtfassbare, das Nichtgreifbare, fordert ein Sich-überlassen, ein Zulassen und Geschehenlassen, um die Erfahrung zu machen, dass ein Mensch sich wohliger und sicherer fühlen kann im großen Vertrauen des stetigen Wechsels, dass auch er hin und her pendelt und niemals in dem Zustand der Verwirrtheit verbleibt.
Der Zustand der Verwirrtheit ist notwendig beim Entwicklungsziel Beschleunigen, um den Geist des Menschen ein wenig zu umnebeln, um Entwicklung möglich zu machen, um die Psyche zu fordern und den Menschen in seiner seelischen Entwicklung weitergehen zu lassen. Denn seht, wenn kein Zustand von Verwirrtheit bestehen würde, so könnten sich die Dinge nicht neu ordnen, so könnte keine Entwicklung stattfinden, die inspiriert ist und wenig von Handlung geprägt, wie es bei manch anderen Entwicklungszielen dienlich und hilfreich ist.
Hier auf der Inspirationsebene verhält es sich im Beschleunigen so, dass der Zustand der Verwirrtheit den Menschen herausfordert, seine Ratio zur Seite zu stellen und zu akzeptieren, dass nicht er es ist, der Einfluss nehmen kann, sondern dass die einzige Möglichkeit darin besteht, den Rahmen zu schaffen, um sich zu erholen, um zu ruhen, damit von selbst geschehen kann gewissermaßen in reicher Inspiration, was zur Einsicht in den Pluspol führt.
Ein Mensch ist gewissermaßen dazu aufgefordert, stetig und immer einen Raum zu betreten, in dem er sich öffnet und hingibt, sich mit aller Verwirrtheit sein lässt, in dem er erkennt, nicht er ist es, der geistig ordnet und strukturiert, der menschlich handelt und sortiert, der Einfluss nimmt, sondern ES sortiert sich im Augenblick der Rahmen- gestaltung, im Augenblick der Hingabe, wenn seelisch gesehen der rechte Zeitpunkt erreicht ist, dass die Dinge sich neu in ihrer Ordnung zeigen können.
Der Pluspol der Einsicht entspricht also einem Ein-klang, einem Moment von Stimmigkeit, wo das, was zuvor in Unordnung schien, wo das, was zuvor Einfluss genommen hat, alle Impulse, die wie durcheinanderliefen, wie ein Wollknäuel, was durcheinandergeraten ist, wo plötzlich im Pluspol der Einsicht ein Augenblick eintritt, wo jeder Faden in seiner Bahn läuft, wo der Webstuhl wieder aufgeräumt ist, wo der Moment gekommen ist, dass sich im Inneren alles in der Ordnung wieder zeigt.
Dieser Augenblick ist gekennzeichnet von einem tiefen Aufatmen des Menschen, der glücklich und froh ist, dass sich die Verwirrtheit, das innere Durcheinander gelegt hat, und dieses Aufatmen, diese Erleichterung, ist wie der letzte Moment, der die Sortierung in seine Fassung führt, bevor der Mensch neu Anlauf nimmt, im nächsten Augenblick sich neuen Herausforderungen stellend und aufs Neue tief in seinem Inneren der ganze Prozess von Verwirrung und Entwirrung bis zur Einsicht von Neuem beginnt.
© Benedikte Baumann und die Seelenforscher