Verbindungen und Verbundenheit erspüren - von Alice Lülfsmann

von Alice Lülfsmann, Januar 2026

Gerne gehen wir auf das Anliegen ein, einige Worte zu der aktuellen Zeit zu sagen und euch Impulse dazu zu geben. Natürlich hat es auf eurer Erde immer wieder Veränderungen gegeben und diese waren, wenn ihr zurückschaut, auch durchaus immer wieder von intensiven Energien geprägt. Das Neue bietet dem seelisch-menschlichen Wesen die Möglichkeit etwas zu erforschen, was so noch nicht da war. Ihr könnt und müsst also nicht wissen, wie ihr damit umgeht und wo es hingehen soll. Dieses gilt im ganz individuellen Alltag genauso, wie für größere Kontexte. Das zu verinnerlichen, dass es zum Wesen des Neuen gehört, eben neu und damit unbekannt zu sein, mag euch hier und da entlasten, euch nicht allzu sehr unter Druck zu setzen und anzustrengen, immer gleich Lösungen haben zu müssen und souverän sein zu müssen. Es ist neu, ihr dürft es erforschen, es ist natürlich, dass es auch Angst bereitet, überfordert, aber auch Lust macht, weil es vielleicht einer Sehnsucht Raum gibt, aus festgefahrenen Bahnen auszubrechen. Der alte Schuh drückt und der Neue muss erst noch geschustert werden. Ihr könnt also die Bandbreite von menschlichen Empfindungen in euch spüren und damit kommt natürlich vieles an die Oberfläche. Alles, was euch in eurer Vergangenheit mit diesen Gefühlsqualitäten in Kontakt gebracht hat, kann sich zeigen, drängt an die Oberfläche.

 

Wir möchten der Botschaft für euer kommendes Jahr 2026 die Überschrift „Verbindungen und Verbundenheit erspüren“ geben. Und wir wollen etwas ausholen, um diese Qualität zu beschreiben. Die meisten von euch haben festgestellt, dass ihr in den vergangenen Monaten mit euch neuen, bis dahin häufig unbekannten, verdrängten oder unerwünschten Aspekten eures menschlichen Wesens in Kontakt gekommen seid. Manches hat euch verblüfft, gefreut, erschreckt, schockiert, neugierig gemacht, resigniert, betroffen gemacht oder auch in Zustände versetzt, die ihr noch nicht kanntet in der Intensität. Und wir meinen das in alle emotionalen Richtungen. Euer Bewusstseinsfeld hat sich geweitet und damit auch eine Bandbreite von Gefühlen und Empfindungen. Das ist oftmals erstmal nicht einfach zu verarbeiten. Viele von euch sind mit tiefsten Schmerzen in Kontakt gekommen und mit Dingen, die schon so oft auf verschiedene Weise angeschaut wurden und sich nun erneut gezeigt haben.

 

Ihr seid durch innere und/oder äußere Umstände mit Gefühlswelten, Konditionierungen, heftigen Erfahrungen und inneren und/oder äußeren Grenzen in Kontakt gekommen.

 

Auch im neuen Jahr, als Teil dieser Zeit, geht es aus unserer Sicht darum, dass weiter Konditionierungen und Prägungen erkundet und hinterfragt werden. Aber auf eine neue Weise. Wo es in der vergangenen Zeit über euch hereinbrach wie Sturzregen, der die alten Kanäle und Bewässerungssysteme überfordert hat, geht es jetzt eher darum, zu erkunden, wie daraus neue Bewässerungssysteme entstehen können, in denen einfach mehr Platz ist und wie ihr Zugang, also Verbindung dazu bekommen könnt, damit eben mehr Platz entstehen kann. Zugang/Verbindung führt zu Verbundenheit und diese zu Erweiterung. Ihr spürt in euren gesellschaftlichen Systemen die Enge an allen Stellen und ebenso oftmals im Persönlichen.

 

Nun braucht beides seine Zeit und vor allem die Veränderungen, die auf einer breiteren Ebene geschehen wollen, liegen ja nicht allein in euren Händen. Und auch die individuellen Veränderungen folgen einer eigenen Entfaltungsdynamik, die nicht erzwungen werden kann.

 

Aber wir möchten euch ermutigen, um bei dem Bild der Bewässerung zu bleiben, euren eigenen Kanälen hier und da ein wenig mehr Weite für euer Sein und eure Menschlichkeit zu geben. Ihr dürft experimentieren und erkunden, es geht nicht um richtig oder falsch, es geht ums Fühlen, darum, euch zu spüren und zu spüren, wo ihr innerlich mehr Platz braucht. Und da dürft ihr experimentieren, erforschen, erkunden und euer Bewusstsein nutzen, um eurem Menschsein neugierig zu begegnen. Es geht um etwas ganz Feines, Tastendes, Spürendes. Ein Sensorium, das euch hilft, innere Verbindungen herzustellen und damit Verbundenheit zu erfahren. Und dieses Herstellen von Verbindungen bezieht sich neben Neuem auch sehr stark auf das, was in der zurückliegenden Zeit in euer Bewusstseinsfeld gekommen ist. Wir könnten auch sagen, es geht um Verbindungen zu Anteilen eurer Menschlichkeit, die so zuvor noch nicht gespürt wurden. Und das bedeutet, dass zum einen euer Sensorium sich verfeinert in diesen Zeiten und zum anderen eben das, was dadurch an Verbindungen und Verbundenheit erfahren werden kann.

 

Und im Sinne der Dualität will auch immer die andere Seite erfahren werden. Das bedeutet, dass ihr euch nicht zu sorgen braucht, wenn ihr neben den zarten Momenten der Verbundenheit auch das Gegenteil erlebt und spürt und euch vielleicht völlig isoliert und unverbunden mit euch selbst und der Welt fühlt und den Schmerz, der damit einhergeht. Wir wollen damit keine Angst machen. Wir wollen aber darauf aufmerksam machen, dass an euch nichts verkehrt ist und ihr auch nichts verkehrt gemacht habt, wenn ihr das spürt. Es wird wiederum eine neue Sehnsucht mit sich bringen und euch in andere Gefilde eures Menschseins führen. Alles greift ineinander.

 

Es geht im Menschsein nie um Dauerzustände und erst durch den Wechsel entsteht eine Bandbreite von Erfahrung. Das menschliche Leben will pulsieren und die Pulsation wechselt immer mal wieder auf einer vertikalen Ebene die Frequenz. Ihr nehmt also mehr wahr oder habt auch zwischendurch mal das Gefühl gar nichts mehr wahrzunehmen, bewegt euch in anderen Bewusstseinsfeldern, aber natürlich muss auch innerhalb dessen Pulsation stattfinden.

 

Nicht das Funktionieren, sondern das Fühlen steht im Vordergrund. Und immer dann, wenn ihr zu etwas Verbindung aufbaut, zu dem, was in eurem Inneren geschieht, vollzieht sich ein Moment der Verbundenheit. Und mehr Verbundenheit in euch, führt auch zu der Erfahrung einer neuen Verbundenheit mit anderen. Das bedeutet aber auch, dass ihr stärker spürt, mit wem ihr euch nicht verbunden fühlt.

Das muss nicht immer zwangsläufig zu Ablehnung führen, sondern kann, aus einem Kontakt mit euch selbst heraus, einfach erkannt werden. Es kann und darf dann da sein. Als reife und alte Seelen besitzt ihr dieses Potenzial, nicht unmittelbar alles bekämpfen zu müssen, was anders schwingt. Aber ebenso wichtig ist es auch, euch selbst nicht zu bekämpfen und dafür könnt ihr euch immer wieder einmal fragen, wie ihr mit euch in Verbindung seid, auf welche Weise ihr mit euch im Inneren in Kontakt geht, so dass eine erweiterte Bewusstheit für euer So-Sein wachsen darf.

 

Das Gesagte gilt in erster Linie für die Bedürfnisse der reifen und alten Seelen. Davor bestehen das Bedürfnis und die seelische Notwendigkeit nicht. Jüngere Seelen werden Verbindungen und Verbundenheit auf andere Weise leben und erleben oder ablehnen.

 

Ihr könnt erkunden und erspüren, wo etwas zu eng im Innen oder Außen für euch ist, also keine Verbindung und Verbundenheit mit euch selbst zulässt. Manchmal wird allein die Wahrnehmung schon einen wichtigen Prozess in Gang setzen. Stellt euch vor, ihr lauft euer Leben lang in zu engen Schuhen herum. Ihr seid es so sehr gewöhnt und kanntet zuvor das Gefühl von Freiheit an den Füßen nicht, ihr hattet gar keine Verbindung zu ihnen, habt vielleicht schon früh gelernt, keine Verbindung zu ihnen zu haben. Ihr habt vielleicht den Druckschmerz gespürt. Nun kommt es plötzlich ins Gewahrsein. Euer Bewusstseinsfeld hat sich geweitet und ihr erspürt nun, durch den Aufbau von Verbindung: „Es ist zu eng, ich konnte es bis dahin nicht spüren, aber jetzt weiß ich, warum meine Füße schmerzen“. 

 

Verbindung aufzunehmen und Verbundenheit zu erfahren, kann also zu mehr Weite führen im Kontakt mit euch selbst, euren Mitmenschen, anderen Wesen und dem großen Ganzen. Manchmal bedeutet das auch die Notwendigkeit für Rückzug und Abgrenzung im Außen, manchmal wird es euch auf neue Weise ins Außen führen. Verbundenheit ist eine Frequenz, die eine zutiefst erfüllende Qualität für reife und alte Seelen und ihre Sehnsucht nach Menschlichkeit bereitstellt und wir möchten euch ermutigen, auf eure individuelle Weise zu erspüren, was es für euch bedeutet. Und ihr dürft euch gewiss sein, es hat seinen Grund, dass ihr gerade jetzt inkarniert seid und es bedeutet auch, dass ihr alle durch euer Sein eine wichtige Erfahrung zum Erfahrungsschatz des großen Ganzen beisteuert. Dafür braucht es kein Leisten und kein Tun. Ihr seid seiende Wesen, die aus diesem Sein heraus handeln können – aber nicht müssen“