Von Simone, August 2023

Liebe Forschungsinteressierte,

vorab muss ich sagen, dass ich meine Empfindungen nicht habe prüfen lassen. Zum einen aus Angst, was das in meinem Inneren bewirkt und zum anderen habe ich mich gefragt, wozu ich das brauche. Ich hatte 1992 keine Ahnung von der Seelenlehre und ewigen Beziehungen.

Ich kann die Abgrenzung zwischen ewigem Freund und ewigem Verbündeten nicht klar wahrnehmen, da sich aus meinem Erleben viele Empfindungen vermischen.

Und was grenzt eine "nur" irdische Liebesbeziehung von einer ewigen Beziehung ab?

Zu Beginn des Kennenlernens der Seelenlehre habe ich mir auch die Ebene von Seelengeschwistern vorstellen können, was jedoch durch ein Chanelling ausgeschlossen wurde. Leider habe ich damals die anderen ewigen Beziehungen noch nicht gekannt und daher nicht weiter nachgefragt.

Ich habe während der Sterbebegleitung meiner Mutter (damals war ich 32 Jahre) eine 3 Jahre jüngere Ordensschweser kennengelernt. Es gab sofort eine Anziehung zwischen uns, enge, tiefe Blickkontakte, das Gefühl eines intensiven Vertrautseins. Wir hatten unglaublich viel Spaß miteinander. Ich konnte das zu Anfang gar nicht einordnen. Die Gefühle haben bei uns beiden viele Turbulenzen ausgelöst. Wie sollten wir mit diesem unbändigen Drang nach Begegnung umgehen?

Während meiner ersten Schwangerschaft "kippte" unsere Freundschaft zu einer Liebesbeziehung mit großen Gefühlsturbulenzen!

Alle Versuche von einander "loszukommen" scheiterten wechselseitig.

Sicher gibt es bei mir Zusammenhänge zu meinem Entwicklungsziel Herrschen, meinem Seelenweg der Sehnsucht und meinem Seelenalter Reif 6. Aber davon hatte ich damals keine Ahnung.

Sie war Schwester, Freundin und Geliebte für mich.

Nur weil es eine extreme innere Kraft zwischen uns gab, war diese Beziehung so überhaupt lebbar. Nach 5 Jahren dieser für uns beide extremen Zeit, habe ich mich von meinem Mann getrennt und sie ist aus dem Orden ausgetreten.

Wir haben 22 Jahre zusammengelebt. Es gab wie in allen Beziehungen auch ein auf und ab.

Wir hatten gemeinsame Träume und haben im Außen gemeinsame Projekte kreiert und voran gebracht. Es gab also viel Inspiration und gemeinsame Aktion, weshalb ich Freunde und Verbündete nicht trennen kann.

Im Jahr 2016 wurde ein schnell wachsender Brustkrebs bei ihr diagnostiziert.

Im Mai 2019 hat sie ihren Kampf verloren. Ich habe noch einen Blickkontakt an unserem Küchentisch in Erinnerung, der so unglaublich tief ging. Ohne diese Erinnerung, ihren letzten Brief und das Chanelling von Marion 1 Jahr nach ihrem Tod, hätte ich diesen Text wohl nicht verfasst.

In der Sterbebegleitung hatte ich unglaubliche Kräfte und wusste, dass ich mich dieser Aufgabe tapfer stellen muss. Nach ihrem Tod ist dennoch eine Welt für mich zusammengebrochen. Gleichzeitig ist es tatsächlich auch ein Aufbruch in neue Sphären.

"Ich werde dir nahe sein, egal was geschieht. Das, was uns verbindet kann nichts trennen. Liebe kennt nicht die Grenze Tod." sind Sätze aus dem letzten Brief.

Aussagen aus dem Chanelling bei Marion:

"Und ich habe dir gesagt, ich bin für dich da und ich bin für dich da. Wir sind nicht aus einer Seelenfamilie aber wir haben schon viele gemeinsame Begegnungen gehabt.

Und auch für dich sollte es diese wichtige Erfahrung geben, wie es ist, gleichzeitig loszulassen und in Verbindung zu sein. Unsere Seelen haben es so vereinbart und so haben wir es gemacht, als gleichberechtigte Geschäftspartner. Ich musste mich beugen. Die Möglichkeit, die es dir an Wachstum eröffnet, war es mir Wert."